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The Tradewindsband

Die wahre Weihnacht

Auch bei uns ist nun seit ein paar Tagen Weihnachten eingezogen. Zumindest was die Dekoration – die sogar schon wieder einmal getauscht wurde – angeht. Und ich werde das Gefühl, Weihnachten komme jedes Jahr früher, nicht los. Nicht unbedingt bei uns zuhause – da gilt das "Gesetz des 1. Dezember", aber auf jeden Fall im Rest der kommerziellen Welt.


Ich meine mich zu erinnern, dieses Jahr bereits im August die ersten Weihnachtsartikel in den Geschäften entdeckt zu haben. Viel später war es jedenfalls nicht. Und jedes Jahr wieder stelle ich mir als Christ die Frage, was sich denn für die Menschen überhaupt noch hinter Weihnachten verbirgt. Sollte man nicht wenigstens wissen, warum man frei hat?

Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht.

(Kurt Marti (*1921), schweizer. Pfarrer u. Schriftsteller)

Passt … wobei sich vielleicht mittlerweile sogar die Ware Weihnacht zur wahren Weihnacht entwickelt hat. Vielleicht gehöre ich zu einer kleinen Minderheit, die noch ein ganz anderes Verständnis von Weihnachten hat.

Wenn ich hier und da mitbekomme, welcher Aufwand – auch und vor allem finanzieller Art – betrieben wird, um Weihnachten zu dem zu machen, was es landläufig sein soll, dann weiß ich: Die Ware Weihnacht ist die wahre Weihnacht. Schade.

Wieviel wichtiger ist es da, endlich wieder die Liebesbotschaft von Weihnachten gesellschaftsfähig zu machen. Wieviel mehr müssen wir wieder ins Bewusstsein rufen, was der Ursprung unserer freien Tage im Dezember ist. Wieviel lauter müssen wir rufen: "Das größte Geschenk wurde bereits am ersten Heiligen Abend verschenkt. Warum versucht ihr das zu überbieten?"

Aber der Engel sagte zu ihnen: »Habt keine Angst! Ich habe eine große Freudenbotschaft für euch und alle Leute. Heute ist euch der Retter geboren worden, in der Stadt Davids: Christus, der Herr!

(Lukas 2,10+11, nach bibleserver.com)

Das größte Geschenk, Jesus, der Sohn des einzigen Gottes, kam auf diese Erde, damit das, was wir Menschen verbocken, uns nicht mehr für immer von Gott trennt. Darum brauchen wir Weihnachten nicht mit größtmöglichem Aufwand zu dekorieren. Deshalb sind selbst unsere teuersten Geschenke letztlich wertlos. Deshalb sollten wir an Weihnachten vor allem eines tun: dankbar sein.

Dankbar, dass unser Sinn von Weihnachten nicht zur Ware verkommen, sondern bis heute eine lebendige Liebesnachricht ist. Auch wenn es nächsten Juli wieder heißt: "Alle Jahre wieder …"

am 07.12.2009 | in Ich glaub’ … | Sebastian Rink | 463 mal gelesen

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